Die Tenuta Olianas liegt im Sarcidano, im Herzen Sardiniens — nur 50 Minuten von Cagliari und wenige Minuten von den nuraghischen Ruinen «Su Nuraxi» entfernt. Entstanden ist das Gut aus der Freundschaft zwischen dem Önologen Stefano Casadei und der Familie Olianas aus Gergei. Auf 30 Hektar Weinbergen spielen die autochthonen sardischen Rebsorten die Hauptrolle: Cannonau und Vermentino.
Olianas ist das erste 100 %-BioIntegrale-Weingut — eine Philosophie, die biologische und biodynamische Landwirtschaft aufgreift und weiterdenkt: Demeter-zertifiziert, mit Pferden statt Traktoren zwischen den Rebzeilen und einem konsequenten Verzicht auf alles, was nicht ins Terroir gehört. Im Keller reifen die Weine neben traditionellen Methoden auch in Terrakotta-Amphoren, die den Charakter jedes Terroirs und Jahrgangs hervorheben, ohne die Frucht zu überdecken.
Das Sarcidano bietet dafür ideale Bedingungen: kühle Fallwinde vom Gennargentu-Gebirge treffen auf die Wärme der Campidano-Ebene, die Böden wechseln von Sand über Kalkstein bis zu Lehm und Vulkangestein. Das Ergebnis sind geschmeidige, elegante Weine, die von Sardinien erzählen — und die wir seit vielen Jahren nach Laupen holen.

Nach fünfzig Minuten Fahrt von Cagliari öffnet sich das Sarcidano — Olivenhaine, Trockenmauern und mittendrin die Tenuta Olianas. Durch den Rebtunnel ging es direkt in den Keller, vorbei an den Terrakotta-Amphoren, in denen der Cannonau gerade gärte.
Am eindrücklichsten war, mit welcher Leidenschaft hier gearbeitet wird — und mit welcher Gastfreundschaft man empfangen wird: Man sitzt sofort mit am Tisch, als gehörte man zur Familie. Degustiert wird direkt aus der Amphore, und die Weine sind schlicht top — allen voran der Cannonau. Zum Abschluss gab es Malloreddus und einen Rosato Brut auf der Terrasse, sardische Küche, wie sie sein muss — mit Blick über die Rebberge, bis die Sonne unterging.
